Inspirierende Persönlichkeiten

Seit meiner Jugend habe ich zahlreiche inspirierende Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Sport und Politik kennengelernt.

Auf der obligatorischen Klassenfahrt nach Berlin konnte ich mit Willy Brandt als regierendem Bürgermeister ein kurzes Interview für die Schülerzeitung führen. Mit dem Vater der sozialen Marktwirtschaft Professor Ludwig Erhard habe ich auf einer Veranstaltung des Bundesverbades deutscher Volks- und Betriebswirte (BDVB) in Bonn diskutiert. Auf dem ISC Symposium in St. Gallen stellte sich Hermann Josef Abs mit den geflügelten Worten vor: „Ich bin kein Generaldirektor, ich ernenne Generaldirektoren“. Durch seine zahlreichen Aufsichtsratsmandate prägte er zum damaligen Zeitpunkt die deutsche Industrie- und Bankenwelt. Einer seiner Nachfolger bei der Deutschen Bank Dr. Alfred Herrhausen war auf einem Kongress der Hanns Martin Schleyer Stiftung in Innsbruck für junge Wirtschaftswissenschaftler der Top Speaker. Auf Einladung von Kölner Wirtschaftsstudenten diskutierte ich mit Bill Gates über die „Digitale Welt der Zukunft“ auf dem World Business Dialogue.

Neben den bereits erwähnten Kölner Professoren der Wirtschaftswissenschaften hat mich vor allem Professor Eduard Gaugler, der den ältesten Personallehrstuhl an der Universität Mannheim innehielt, in mehreren Gesprächen beeindruckt. Auf einer Tagung in Zürich lernte ich Professor Dave Ulrich als Begründer der modernen HR-Organisation mit Business Partnern kennen. Weitere renommierte Wirtschaftswissenschaftler waren Professor Horst Albach (Uni Bonn, WHU), Professor Norbert Thom (Uni Köln, Uni Bern), Professor Heribert Meffert (Uni Münster), Professor August-Wilhelm Scheer (Uni Sarbrücken, IDS Scheer AG) sowie Professor Herrmann Simon, der die Strategie- und Marketingberatung Simon, Kucher & Partner gründete und inzwischen mit über 30 Büros weltweit vertreten ist. Professor Hans-Werner Sinn, langjährigem Präsident des IFO-Instituts in München, konnte ich persönlich im Frankfurter Römer zur Friedrich-List-Medaille des BDVB gratulieren. Seine aktuelle Biografie: „Auf der Suche nach der Wahrheit“ ist nicht nur für Volkswirte sehr lesenswert.

Auf Veranstaltungen in Deutschland konnte ich einige Wirtschaftsnobelpreisträger kennenlernen, zunächst Professor Friedrich von Hayek bei der Gründungsfeier der WHU in Koblenz. ,,Standing Ovations“ erhielt Merton Miller, der direkt aus Stockholm kam und an der TH Karlsruhe einen Festvortrag hielt. Auf einer Jubiläumsveranstaltung der Erich-Gutenberg Arbeitsgemeinschaft Köln e.V. erläuterte Professor Reinhard Selten (Uni Bonn) den anwesenden Professoren und Gästen seine spieltheoretischen Forschungsarbeiten. In Köln hörte ich die Professoren Amartya Sen und Alvin E. Roth (beide Harvard University). Professor Manfred Eigen (Universität Göttingen) und Professorin Christiane Nüsslein-Volhard konnte ich auf Veranstaltungen kennenlernen.

Von den zahlreichen Unternehmern haben mich Dr. Gerd Bucerius als Zeit-Verleger, Professor Reinhold Würth als Entrepreneur und Weltmarktführer sowie Professor Ulrich Lehner als internationaler Top-Manager und Kunstexperte inspiriert.

Auf Leichtathletik-Sportfesten in Köln und Zürich habe ich mehrere Weltrekorde live erlebt. Besonders beeindruckt war ich von den Weltrekorden von Evelyn Ashford in 10.76s über 100 Meter sowie des Kenianers Bernhard Barmasai in 7:55,72 Minuten über 3000 Meter in Köln. Er besiegte den Kenianischen Olympiasieger und verbesserte den Weltrekord um fast 4 Sekunden. Fritz Walter traf ich kurz vor seinem Tode in der Lanxess Arena.

In einem persönlichen Gespräch habe ich mit Professor Reinhold Ewald, der als Kosmonaut auf der Weltraumstation MIR verschiedene wissenschaftliche Experimente durchführte, über Projektmanagement und die Bedeutung von Teamarbeit gesprochen.

Mit dem Extremsportler Joe Kelley führte ich ein Gespräch über Leistungsgrenzen, wobei er mich mit der Aussage überraschte: „Wenn du glaubst am Limit zu sein, bist du erst bei 30 %!“