Staufenbiel Trendletter Nr. 9

HR Portrait

Dave Ulrich

Professor an der Ross School of Business in Michigan und Mitbegründer der ­Beratungsgesellschaft RBL Group. Bekannt ist Dave Ulrich auch als Bestseller-Autor, brillanter Redner und Management Consultant.

Professor David Olson Ulrich (geboren 1953) wuchs in Oregon auf und lernte von seinen Eltern „the importance of service and the value of hard work“. Er studierte zunächst an der Bringham Young University im Fachbereich Organizational Behavior und promovierte an der renommierten UCLA in Los Angeles. Seit 1982 lehrt er an der Ross School of Business, Michigan, im Fachbereich Executive Education und leitet Executive Programme.

Seine weltweite Bekanntheit als Vordenker im HR- und Management Bereich erklärt sich durch seine praxisorientierte Forschung sowie seine rund 23 wegweisenden Publikationen. Der Kern seiner Arbeiten liegt dabei in der Identifikation von zentralen Werttreibern in den Bereichen Human Resources Management, Leadership sowie Talent Management.

In seinem wohl bekanntesten Werk „HR Transformation“ fasste Ulrich die Ergebnisse seiner Forschung zusammen und revolutionierte das HR Management zu einem modernen Führungsinstrument. Als zentrale Aufgabe des Personalwesens sieht Ulrich das Schaffen von „value“ in der Unternehmensorganisation sowie der strategischen Verankerung der Personalarbeit. Dies kann nur durch die Ausrichtung aller HR Prozesse auf die Erwartungen der externen sowie internen Kunden gelingen. Die Umsetzung wird durch das „3 Säulen-Modell“ realisiert, das aus dem Shared Service Center (SSC), den Centers of Expertise (CoE) und den HR Business Partnern besteht.

Im Shared Service Center werden die skalierbaren administrativen Prozesse zusammengefasst. In den Centers of Expertise werden spezielle Gebiete des Personalmanagements, z.B. Talent Management oder Compensation and Benefit in einer Abteilung gebündelt, um den HR Business Partnern und dem Management Spezialwissen zur Verfügung zu stellen. Die erfahrenen HR Business Partner unterstützen und beraten die internen Kunden in personalstrategischen Fragen einschließlich HR-Governance. Umgesetzt wurde dieses wegweisende Konzept in Deutschland z.B. von Bayer, BASF und Deutsche Bank.

In den letzen Jahren beschäftigte sich Dave Ulrich überwiegend mit dem Thema Leadership und veröffentlichte dazu im Mai 2010 ein Buch mit dem Titel „The Why of Work“. Seine wegweisenden Erkenntnisse wird Ulrich erneut an der ZfU-Business School in Thalwil bei Zürich einem auserwählten Kreis von Personalexperten vortragen. Gemeinsam mit dem renommierten CEO-Advisor Ram Charan sowie Prasad Setty von Google USA wird er am 13./14. Dezember 2012 über die wichtigsten Erfolgsfaktoren von „Leadership & Talent Master“ Unternehmen sprechen. Dabei wird er die 5 Kernfähigkeiten von herausragenden Führungspersönlichkeiten (Leadership Code) identifizieren, die bis zu 70 % wirksamer Führung erklären.

Als Staufenbiel TRENDLETTER Abonnent erhalten Sie 15% Ermäßigung und buchen das Seminar exklusiv zum Sonderpreis von EUR 2.080 (statt 2.500). Anmeldung mit Kennwort „ZfU Staufenbiel“ direkt an Herrn Romeo Ruh romeo.ruh@zfu.ch, Tel. +41 44 722 85 67

Weitere Informationen unter: www.zfu.ch/weiterbildung/seminare/dult.htm

Duales Studium als Instrument der strategischen Personalplanung

Angebot mit rund 61.000 Studienplätzen so groß wie nie

Das duale Studium hat sich als eigenständige Studienform mit über 900 Studiengängen und rund 61.000 Studienplätze im Jahr 2011 in der deutschen Bildungslandschaft etabliert. Nach einer Untersuchung des Stifterverbandes sind in den dualen Studiengängen ca. 40 % in den Wirtschaftswissenschaften angesiedelt, es folgen die Ingenieurwissenschaften sowie Informatik. In Baden-Württemberg hat die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) mit rund 26.000 Studienplätzen die übrigen Anbieter verdrängt. Die Universitäten spielen bundesweit keine Rolle.

Zahlreiche Modelle sehen vor, dass die Studierenden am Ende des Studiums sowohl über einen Bachelor- als auch einen Berufsbschluss (IHK) verfügen. Die Studiendauer beträgt mindestens 3 Jahre. Die Ausbildungsgehälter liegen nach einer Gehaltsstudie der duales-studium GmbH je nach Branche und Studienfach zwischen EUR 850 – 920 p.m. Inzwischen werden auch duale Masterstudiengänge angeboten, die in der Regel 2 Jahre dauern.

Im Jahr 2011 kooperierten erstmalig 40.874 Unternehmen mit den dualen Bildungsträgern (+ 46,5 % zu 2010). Die Wirtschaft hat erkannt, dass besonders das duale System ihrer Anforderung nach einer zügigen und praxisorientierten Ausbildung gerecht wird, wie die aktuelle DIHK-Studie „Unternehmen und duale Studiengänge“ herausfand. Über ein Viertel der im dualen Studien-System bereits engagierten Unternehmen haben zwischen 50 und 199 Mitarbeiter und rekrutieren damit ihren Führungsnachwuchs.

Die Finanzierung dualer Studiengänge an staatlichen Hochschulen und Berufsakademien geschieht nach den allgemeinen Regeln der Hochschulfinanzierung. Von den beteiligten Unternehmen werden in der Regel geringe Semestergebühren erhoben. Private Hochschulen erheben Teilnahmegebühren von EUR 300 bis über EUR 600 p.M. Diese werden entweder von den Unternehmen oder den Studierenden ganz- oder teilweise entrichtet. Für Unternehmen können die Gesamtkosten bei einem 3-jährigen dualen Studium ca. 35 – 40 TEUR betragen. Nicht zu verwechseln mit dem dualen Studium sind berufsbegleitende Bachelor- und Masterstudiengänge.

Weitere Informationen:
www.stifterverband.info
www.duales-studium.de
www.dihk.de

Studienfinanzierung durch den Arbeitgeber

Steuertipps für Unternehmen und Studenten

Die Finanzverwaltung hat jüngst die Spielregeln neu kommentiert, nach dem der Fiskus die Übernahme der Studiengebühren durch den Arbeitgeber anerkennt, ohne dass der Arbeitnehmer zusätzliche Steuern zahlen muss und der Arbeitgeber seinen steuermindernden Abzug als Betriebsausgaben verliert (BMF, 13.4.2012, IV C 5 – S 2332/07/0001). Auf diese Tatsache wies Martina Ortmann-Babel, Steuerberaterin und Partnerin der Ernst & Young GmbH, in einem FAZ-Artikel am 18.08.12 hin. Der Arbeitgeber darf die Kosten der Fortbildung als Betriebsausgaben steuermindernd geltend machen und der Arbeitnehmer muss diese „Subvention“ nicht als geltwerten Vorteil versteuern. Auch kann der Arbeitgeber die Studiengebühren als Darlehn gewähren.

Weitere Informationen:
www.faz.net

Neues Arbeitsrecht für Nicht-EU-Bürger

Neue Blue Card steigert die Attraktivität des Standortes Deutschland für qualifizierte Zuwanderer

Seit dem 1. August 2012 ist das Gesetz für die Umsetzung der EU-Hochqualifizierten-Richtlinie in Kraft getreten. Die Blue Card können Hochschulabsolventen aus Nicht-EU-Staaten erhalten, wenn sie einen Arbeitsvertrag mit einem Arbeitgeber in Deutschland vorlegen und ein Gehalt von mehr als EUR 44.800 pro Jahr beziehen (bisher mind. EUR 66.000). In Berufen, in denen bereits jetzt Fachkräftemangel herrscht, beispielsweise bei Ingenieuren, Informatikern sowie Ärzten, beträgt die Gehaltsschwelle knapp EUR 35.000.

Nach 3 Jahren gibt es eine unbefristete Niederlassungserlaubnis bei fortbestehendem Arbeitsvertrag. Wer gute Deutschkenntnisse hat, bekommt bereits nach 21 Beschäftigungsmonaten eine dauerhafte Niederlassungserlaubnis in Deutschland. Außerdem wurde ein sechsmonatiges Aufenthaltsrecht zur Arbeitssuche neu geschaffen.

Weiterhin erweitert das Gesetz die Arbeitssuche von ausländischen Studenten mit Abschluss an einer deutschen Hochschule von 12 auf 18 Monate, um eine adäquate Beschäftigung zu finden.

Außerdem dürfen die über 100.000 ausländischen Studierenden künftig 120 ganze oder 240 halbe Tage jobben.

Weitere Informationen:
www.bmwi.de

Zukunft Personal vom 25.–27. Sept. 2012 in Köln

Europas größte Fachmesse für Personalmanagement in der kölnmesse

Mit rund 500 Ausstellern und über 13.000 Besuchern ist die Messe inzwischen das größte HR-Event in Europa. In 220 Vorträgen und Podiumsdiskussionen werden Trends im Personalmanagement aufgezeigt.

Am ersten Messetag gibt die Zukunftsforscherin der British Telecom Dr. Nicola Millard in ihrem Keynote-Vortrag Einblick in die Zukunft der Arbeit. Sie prophezeit den „9-to-5-Job“ als Auslaufmodell in der digitalisierten Arbeitswelt. Am letzten Messetag wird der Themenschwerpunkt „HR Career“ präsentiert.

Außerdem werden wieder zahlreiche Preise verliehen. Den Leonardo-European Learning-Award erhalten am 24. Sept. ab 18.00 h im Grandhotel Schloss Bensberg Prof. Dr. Hans Bullinger (Präsident der Fraunhofer Gesellschaft) und Prof. Sugata Mitra (MIT Media Lab USA und Newcastle University UK). Der 20. Deutsche Personalwirtschaftspreis wird am 26. Sept. ab 18 h erstmalig auf dem Netzwerkabend im KölnSky verliehen. Schließlich findet am 27. Sept. ab 15.30 h in Halle 11.1 (Forum 5) die Preisverleihung des HR Next Generation Award für Nachwuchstalente unter 35 Jahre statt. Im Anschluss findet eine Party für die Preisträger und Gäste statt.

Weitere Informationen:
www.zukunft-personal.de

Kontakt

Staufenbiel Personalberatung Köln
An Lyskirchen 14
D-50676 Köln

Fon +49. 221. 912 670-0
Fax +49. 221. 912 670-8

info@staufenbiel-personalberatung.koeln

© 1996 – 2017 Staufenbiel Personalberatung Köln | Impressum