Staufenbiel Trendletter Nr. 4

Lehrstuhl- und Professorenportrait

Univ.-Professor Dr. Michel E. Domsch

Professur für Betriebswirtschaftslehre, insb. Personalwesen und Internationales Management, Leitung: MDC Management Development Center, Helmut-Schmidt-Universität Hamburg (HSU)

Professor Domsch studierte VWL, BWL und Jura an den Universitäten Kiel und Bonn sowie an der Harvard Business School. Er promovierte und habilitierte sich an der Ruhr-Universität Bochum. Nach zwei Jahren am USW Universitätsseminar der Wirtschaft (heute ESMT) arbeitete er acht Jahre im Management des BP British Petroleum-Konzerns in Hamburg und London. Seit 1978 ist er an der HSU tätig. Er erhielt mehrere Rufe an andere deutsche Universitäten, nach Österreich und in die Schweiz.

Aktuelle Schwerpunkte in Forschung, Lehre und Beratung sind: Diversity Management, Kulturmarktmodelle, Change Management mit Hilfe von Mitarbeiter-Audits und Arbeitszeitmanagement.

Besonderer Aktionsbereich „Diversity Management“

Prof. Domsch engagiert sich seit über 20 Jahren, gemeinsam mit seiner Kollegin Prof. Dr. Désirée Ladwig (FH Lübeck), in Forschung, Lehre und Beratung für eine verbesserte Chancengleichheit von Frauen. Aus der Vielzahl von Projekten sind hier besonders zu nennen:

  • Aufbau der genderdaxCommunity (www.genderdax.de). Hier werden Unternehmen auf der Basis eines besonderen Bewertungsverfahrens aufgenommen, die sich insbesondere durch die Förderung hoch qualifizierter und karrieremotivierter Frauen auszeichnen.
  • Führen in Teilzeit. Beratung von Wirtschaft und Öffentlichen Verwaltungen bei der Einführung von Teilzeitmodellen, „Mobilzeit“, Reduzierter Vollzeit im Führungsbereich
  • DCC (Dual Career Couple). Bereits 42 % der Führungskräfte mit einem Lebensalter bis 40 ­Jahre leben in Lebensgemeinschaften, in denen beide Partner karriereorientiert sind. Nicht nur Fragen der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben/Familie werden hier bedeut­samer. Generell, gerade aber auch bei Versetzungen (insb. bei Auslandseinsätzen) sind hier die Personalbereiche gefordert. Die Praxis bietet nur wenige hilfreiche Maßnahmen.
  • Fachlaufbahnen. In einem umfangreichen empirischen Projekt werden alternative Karrieresysteme entwickelt und eingeführt. Es wird für MINT- und BWL-Berufe geprüft, ob diese Laufbahnsysteme attraktiv für Männer und Frauen sind bzw. ob es hier Unterschiede gibt. Eine intensive Zusammenarbeit soll hier mit ca. 20 Unternehmen erfolgen.

Natürlich wird auch die aktuelle Diskussion über „Mehr Frauen in die Vorstände und Aufsichtsräte“ berücksichtigt. Jede Bemühung zur Förderung der Chancengleichheit ist lohnenswert. Aber viel dringender, so Prof. Domsch, ist, dass die „bottom up“-Strategie intensiviert wird. Zehntausende von jungen hoch qualifizierten Frauen sind viel mehr als bisher wie Männer gezielt und „barrierefrei“ zu fördern. Eine pauschale und gesetzlich verordnete Quotenregelung wird von ihm abgelehnt.

Das Forschungsgebiet „diversity“ wurde von Prof. Domsch vor einigen Jahren durch die Ausrichtung auf „age & diversity“ erweitert. Die Notwendigkeit, sich bewusst und gezielt der demographischen Entwicklung bei steigendem Bedarf an Fachkräften zu stellen, ist offensichtlich.

Das I.P.A. – Institut der Helmut-Schmidt-Universität wurde unter der Leitung von Prof. Domsch bereits dreimal mit dem Total E-Quality Zertifikat ausgezeichnet. Auch deshalb, weil beim wissenschaftlichen Nachwuchs nach dem Motto „Taten statt Worte“ besonders Frauen von ihm gefördert werden. Acht seiner ehemaligen Schülerinnen haben bereits Professuren inne.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.hsu-hh.de/domsch und www.hsu-hh.de/mdc

Bertelsmann-Stiftung: Demographischer Wandel verändert Arbeitsmarkt tiefgreifend

Dramatischer Einbruch im Osten Deutschlands

„Für die künftige Entwicklung des gesamten Arbeitskräftepotentials ist die Gruppe der 19- bis 24-jährigen von besonderer Bedeutung, da in diesen Altersjahrgängen Studium, Meisterausbildung und andere weiterführende Ausbildungen stattfinden“, sagte Vorstandsmitglied Dr. Brigitte Mohn bei der Vorstellung der neuen Untersuchung der Bertelsmann Stiftung. Die größten Verlierer unter den Bundesländern in dieser Altersgruppe bis zum Jahr 2025 sind die Bundesländer im Osten Deutschlands mit 39–48 %. Insgesamt wird sich beispielsweise die Zahl der Erwerbs­tätigen von 25–44 Jahren im Zeitraum von 2006 bis 2025 um 3,7 Mio. verringern. Für jede Stadt mit mehr als 5000 Einwohnern stellt der „Wegweiser Kommune“ unter www.wegweiser-kommune.de kostenlos Daten für die Bevölkerungsentwicklung bis zum Jahr 2025 zur Verfügung.

Das Hintergrundpapier sowie Karten und Schaubilder zur Entwicklung des Erwerbsperso­nen­potenzials finden Sie im Internet unter folgendem Link: www.bertelsmann-stiftung.de

Schmalenbach-Tagung 2010: Lehren aus der Krise: Zukunftsfähige Konzepte des Managements

Herman Josef Lamberti, Vorstand Deutsche Bank AG, über Anreizsysteme im Spannungsfeld von globalem Wettbewerb und zunehmender Regulierung

Ein zentrales Thema auf der diesjährigen Schmalenbach-Tagung in Köln war die Neugestaltung von Vorstandsvergütungen auf der Basis des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsver­gütung (VorstAG) sowie der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex.

Professor Ernst Maug, Ph.D., Universität Mannheim, beschäftigte sich mit den Mythen und Fakten der Vorstandsvergütung. In historischen Vergleich sind Vorstandsgehälter seit 1936 zunächst gefallen und seit den 60er Jahren im Vergleich zum allgemeinen Arbeitseinkommen ungewöhnlich angestiegen.

Hermann-Josef Lamberti ging in seinem Vortrag auf die Neuregelung von Vorstandsgehältern ein. Nähere Einzelheiten des komplexen Vergütungssystems sind im Geschäftsbericht 2009 der Deutschen Bank nachzulesen. „Damit hat die Deutsche Bank“ so Lamberti „im deutlich spürbaren Spannungsfeld von zunehmender Regulierung, globalem Wettbewerb und öffentlicher Kritik an den Vergütungspraktiken der Banken die richtige Balance hinsichtlich der Vermeidung exzessiver Risiken einerseits und einer attraktiven und adäquaten, an der Leistung des Einzelnen und des Unternehmens ausgerichteten Vergütungsgestaltung andererseits, gefunden. Klare und nachvollziehbare Vergütungs- und Anreizstrukturen bilden für die Deutsche Bank die Eckpfeiler ihrer Unternehmenskultur und tragen auch in schwierigen Zeiten entscheidend dazu bei, die besten Mitarbeiter und Talente an das Frankfurter Bankhaus zu binden.“

Professor Dr. Ulrich Lehner betonte, dass der Nachhaltigkeit des Geschäftserfolges bei der Gestaltung von Vergütungsmodellen in Zukunft stärkere Bedeutung zukommt.

Weitere Einzelheiten finden Sie unter:
www.schmalenbach.org
geschaeftsbericht.deutsche-bank.de

EXPO 2010 in Shanghai bis 31. Oktober

Management- und Recruitingservice der Staufenbiel Personalberatung in China mit Kooperationspartner vor Ort

Auf der EXPO 2010 werden 100 Mio. Besucher, davon 3,5 Mio. aus dem Ausland erwartet. Der Deutsche Pavillion „Balancity“ erwartet täglich bis zu 40.000 Besucher. Als Mitglied der AHK Shanghai können wir Besuchern zusammen mit einem lokalen Partner einen firmenspezifischen Management- und Recruitingservice anbieten.

Seit Anfang des Jahres können ausländische Unternehmen nur noch für 1 Jahr ein Repräsentanzbüro mit max. 4 Mitarbeitern eröffnen. Damit empfiehlt sich die Gründung einer 100 %-Tochtergesellschaft (WFOE), zumal die Mitarbeiter frei ausgewählt und eingestellt werden können.

Gerne berät Sie Joerg E. Staufenbiel telefonisch 0221 912 670-10
oder per Mail: staufenbiel@staufenbiel-personalberatung.de

4. HR Business Excellence Conference am 12. Oktober 2010, Grandhotel Schloss Bensberg

vom 12. – 14. Oktober findet auch die „Zukunft Personal“ in Köln statt

Dr. Geke & Associates veranstaltet die 4. HR Business Excellence Conference am 12.10.2010 im Grandhotel Schloss Bensberg. Auf die Teilnehmer warten spannende Vorträge sowie ein exklusives Abendevent der besonderen Art. Die ersten 50 Frühbucher, die sich bis zum 30.06.2010 anmelden, erhalten eine ermäßigte Teilnahmegebühr in Höhe von EUR 490 (reguläre Teilnahmegebühr EUR 680).

Zum dritten Mal wird der HR-Young Talent Award für Studenten und Absolventen (m/w) HR-naher Studiengänge ausgerufen. Förderer des Wettbewerbs sind u.a. das Personalmagazin und das Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Weitere Informationen: www.gekeassociates.com

Informationen zur Messe „Zukunft Personal“ finden Sie unter: www.zukunft-personal.de

European Business School, Schloss Reichartshausen

Master in Business Innovation (MBI)

Unter Leitung von Professor Dr. Ronald Gleich und Professor Dr. Peter Russo beginnt im Herbst 2010 der 6. Jahrgang des berufsbegleitenden Innovationsstudiums über 18 Monate (Bewerbungsfrist 30.06.2010). Die Lehrveranstaltungen in Modulen von 3 – 9 Tagen finden in Oestrich-Winkel, München sowie in Asien, z.B. Mumbai, statt. Das Programm ist auch für Ingenieure interessant, wobei im Herbst 2 Stipendien der VDI nachrichten für den 7. Jahrgang 2011 vergeben werden. Ziel ist es, eine möglichst heterogene Studiengruppe im Hinblick auf Ausbildung, Branche und Berufserfahrung für den MBI zusammen zu stellen. Im Studiengang wird die Bedeutung von kontinuierlichem Innovationsmanagement gelehrt und wie neue Produkte und Services entwickelt und zur Marktreife gebracht werden können. Das Kursprogramm wird zu 50 % in englischer Sprache durchgeführt und kostet EUR 29.500. Das Programm befindet sich zur Zeit in der Re-Akkreditierung (FIBAA).

Weitere Informationen finden Sie unter: www.ebs.edu/mbi

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