Staufenbiel Trendletter 10

Lehrstuhl- und Professorenportrait

Professor Dr. Uschi Backes-Gellner

Lehrstuhl für Allgemeine BWL mit den Schwerpunkten empirische Methoden der Arbeitsbeziehungen und Personalökonomie am Institut für Betriebswirtschaftslehre der Universität Zürich

Frau Professor Backes-Gellner studierte Volkswirtschaftslehre an der Universität Trier und ­promovierte anschließend in Betriebswirtschaft am interdisziplinären Institut für Arbeitsrecht und Arbeitsbeziehungen in der EU. Nach ihrer Habilitation 1995 folgte sie dem Ruf der Univer­sität zu Köln, wo sie das personalwirtschaftliche Seminar der Betriebswirtschaftslehre gründete. Zwischen 1988 und 2000 forschte sie als Visiting Scholar mehrmals halbjährig in den USA (Northwestern University, UC Berkeley, Cornell University) und war zudem als Vorstand des ­Instituts für Mittelstandsforschung in Bonn tätig, bevor sie 2002 dem Ruf aus Zürich folgte.

Der Lehrstuhl in Zürich befasst sich u.a. mit personal- und bildungsökonomischen Fragestel­lungen sowie Forschungs- und Innovationsthemen. Neben der theoretischen und empirischen Validität der Forschungsergebnisse wird ein besonderes Augenmerk auf die Praxisrelevanz ­gelegt. Die international hochrangig und vielfältig publizierten Ergebnisse fließen sowohl in die Lehre, als auch in die Praxis und die Politikberatung ein.

Seit 2006 leitet Frau Professor Backes-Gellner zusammen mit Professor Wolter (Universität Bern) das vom Schweizer Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation geförderte „Swiss Leading House für Bildungsökonomie: Betriebliche Entscheidungen und Bildungs­politik“. Es befasst sich mit bildungsökonomischen Forschungsfragen, wobei die drei Akteure Unternehmen, Lernende und Staat betrachtet werden. Mittels eines strukturierten Kursprogramms für Doktoranden fördert das Leading House außerdem den bildungsökonomischen Forschungsnachwuchs.

2011 wurde Frau Professor Backes-Gellner in die Expertenkommission Forschung und Innova­tion (EFI) der deutschen Bundesregierung berufen. Die Kommission arbeitet unter der Leitung von Professor Harhoff (LMU München) und überreicht jeweils im Februar das Jahresgutachten an Bundeskanzlerin Dr. Merkel. Auf Basis ausführlicher und international vergleichender ­Analysen werden Handlungsempfehlungen für die Forschungs- und Innovationspolitik dargestellt und diskutiert. Dabei setzt sich Frau Professor Backes-Gellner u.a. dafür ein, dass das ­Innovationspotenzial von Frauen besser ausgeschöpft wird und der Rolle der dualen Berufsausbildung im Innovationsgeschehen eine angemessene Bedeutung zukommt.

Frau Professor Backes-Gellner war bzw. ist u.a. Mitglied in einer eidgenössischen Experten­kommission zur Erarbeitung eines neuen Weiterbildungsgesetzes, Mitglied des Lenkungsausschusses des Jacobs Center for Productive Youth Development, wissenschaftliche Beirätin des Institutes für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Nürnberg, und des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Mannheim.

Sie hat mehrfach Auszeichnungen und Würdigungen, beispielsweise 1984 den Best Dissertation Award der Universität Trier, 1998 den Albertus Magnus Teaching Award der Universität zu Köln und 2008 den Academy of Management Best Paper Proceedings Award, erhalten.

Weitere Informationen unter:
www.business.uzh.ch/professorships/emap.html
www.educationeconomics.uzh.ch/Aboutus_en.html

Die OECD lobt das deutsche Hochschulsystem

Jeder Zweite eines Altersjahrgangs beginnt ein Studium. Die Abbrecherquoten sind ­weiterhin zu hoch.

Der Anteil der Hochschulabsolventen an der Gesamtbevölkerung ist im internationalen Vergleich mit knapp 28 % am unteren Drittel angesiedelt. Neuerdings ist die OECD voll des Lobes, da durch Einführung der neuen Bachelor- und Master-Studiengänge jeder zweite eines Altersjahrganges ein Studium beginnt. Die Steigerung auf über 500.000 ist auch auf die doppelten Abiturjahr­gänge und die ausgesetzte Wehrpflicht zurückzuführen. Gleichzeitig haben sich immer mehr für die MINT-Fächer entschieden. So studierten allein in den Ingenieurwissenschaften mit 26 % erstmals wieder mehr als in den rechts- und wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen (23 %).

Bei der Beurteilung der Bologna-Reform ist zunächst positiv zu bewerten, dass das erklärte Ziel der Senkung der Studiendauer erreicht wurde. Auch die Zahl der Absolventinnen konnte gesteigert werden. Allerdings konnte die Abbrecherquote im universitären Bachelor-Studium nicht ­entscheidend gesenkt werden. 2012 lag sie über alle Studienrichtungen bei über 35 %, bei den Ingenieurwissenschaften weiterhin bis zu 48 %.

Personalmanager kritisieren zudem, dass vor allem praktische Kenntnisse und die im Beruf wichtigen Sozialkompetenzen fehlen. Viele Unternehmen haben deshalb ihre Personalentwicklung neu justiert und bieten entsprechende Einarbeitungsprogramme an. Um qualifizierte Absolventen der Generation Y zu gewinnen und zu halten, werden u.a. flexible Arbeitszeiten angeboten.

Quelle: Statistisches Bundesamt

Qualifizierte Zuwanderer können einen wichtigen Beitrag zur Führungskräftesicherung leisten

43 % der Zuwanderer hatten 2010 einen Hochschulabschluss. Neue Blue Card erfolgreich

Bei über einer Million Zuwanderer aus dem Ausland erhöhte sich der Wanderungsüberschuss im Jahr 2012 auf ca. 370.000 Personen, der höchste Wert seit 1995. Die größte Einwanderungsgruppe stammte mit 176.00 Personen aus Polen. Besonders deutlich erhöhte sich auch die ­Zuwanderung aus EU-Krisenstaaten wie Spanien, Griechenland und Italien. Dabei kamen in den letzten Jahren immer mehr Hochqualifizierte nach Deutschland, wobei mehr als 25 % der in der letzten Dekade emigrierten Personen über einen Hochschulabschluss verfügen. Fast 12 % der Neuzuwanderer zwischen 25 und 65 Jahren konnten im Jahr 2009 eine sogenannte Engpassqualifikation vorweisen, entweder in Medizin oder einem MINT-Fach. In dem Zusammenhang errechnete das IW zwischen 1999 und 2009 einen Wertschöpfungsbeitrag von mehr als 13 Mrd. EUR pro Jahr.

Auch die neue „Blue Card“ für qualifizierte Fachkräfte aus Nicht-EU-Staaten kann neue Impulse für den Arbeitsmarkt setzen. Für eine 3-jährige Niederlassungserlaubnis ist ein Arbeitsvertrag mit einem Gehalt von 46.000 EUR p.a. bzw. 35.000 EUR p.a. in Mangelberufen erforderlich. ­Bereits im ersten Jahr machten 10.000 Fachkräfte davon Gebrauch, wobei nach Herkunfts­ländern Indien (22 %), China (9 %) und Russland (7 %) an der Spitze lagen.

Um die Bevölkerungszahlen und Sozialsysteme einigermaßen stabil zu halten, benötigt Deutschland nach verschiedenen Berechnungen eine Nettozuwanderung von mindestens 250.000 ­Personen pro Jahr. Deshalb sollte Deutschland alles daran setzen, um sich im Wettbewerb um internationale Talente gut zu positionieren und eine Willkommenskultur zu etablieren. Auch die Hochschulen sollten beispielsweise durch Einführung von englischsprachigen Studiengängen dazu beitragen.

Quelle: www.iwkoeln.de

Zukunft Personal 17.–19. September 2013, Koelnmesse, Eingang West

Der Veranstalter rechnet mit rund 16.000 Teilnehmern, die mehr als 650 Aussteller besuchen und an 220 Programmpunkten teilnehmen können. Partnerland ist die Türkei.

Am Montag, den 16. Sept. findet im Steigenberger Grand Hotel Petersberg das „Professional Learning Executive Forum“ mit Verleihung des 4th Leonardo European Corporate Learning Award statt.

 

Highlight und Keynote-Speaker am Dienstag, 17. Sept.

21. Deutscher Personalwirtschaftspreis 2013
Im Rahmen eines Netzwerkabends wird um 18 Uhr oberhalb von Köln in der Location „­KölnSKY“ der diesjährige Preis verliehen. Zum Preis von 69 EUR sind unter zukunft-personal.de/netzwerkabend vor Messebeginn noch einige Anmeldungen möglich.

Forum 5, Halle 2.2

9.30 – 11 Uhr Marion Schick, Personalvorstand und Arbeitsdirektorin ­Deutsche Telekom AG, Zeitenwende – für ­einen neuen Generationenvertrag in Unternehmen

14.30 – 15.15 Uhr Prof. Dr. Michel E. Domsch, Helmut-Schmidt-Universität Hamburg
Prof. Dr. Désirée H. Ladwig, FH Lübeck, Expert Career – a successful HR tool for ­knowledge workers?

Keynote-Speaker am Mittwoch, 18. Sept.

9.30 – 11 Uhr Richard David Precht, Philosoph, Fernseh­moderator und Bestsellerautor, Der Wert der Bildung für die Zukunft der ­Gesellschaft

12.00 – 12.45 Uhr Pater Prof. Dr. Rupert Lay SJ, Philosoph, ­Berater und Psychotherapeut, Werte im Wandel – kein Wandel ohne Werte!?
Personaler in der Verantwortung für die ­Kultur im Unternehmen
Moderation Thomas Lorenz, Vorstand A-M-T Management Performance AG

Keynote-Speaker am Donnerstag, 19. Sept.

12.00 – 13.30 Uhr Oliver Tuszik, Cisco Systems GmbH, Mitglied des Präsidiums, BITKOM e.V., Die nächste industrielle Revolution? Die ­ITK-Branche als Vorreiter und Enabler für die Zukunft der Arbeit

Weitere Informationen zur Messe wie Interviews oder Hintergrundberichte der Referenten finden Sie unter: www.hrm/zukunft_personal_2013

Personal 2013: 22.– 23. Oktober

20. Handelsblatt-Tagung im angelo Hotel Munich Westpark, Was muss in der Zukunft der zentrale Beitrag von HR für die Arbeitswelt sein?

Prof. Dr. Joachim Möller, Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, Nürnberg Die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt – Herausforderungen und Chancen für die Arbeitsmarktpolitik

Prof. Dr. Dirk Sliwka, Universität zu Köln Big Data im HRM – Evidenzbasiertes Personalmanagement Professor Sliwka erklärt Ihnen, wie Sie durch eine stärkere Berücksichtigung wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden im Personalmanagement Wettbewerbsvorteile generieren können.

www.handelsblatt-personal.de

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