Staufenbiel Trendletter Nr. 1
Gerne möchten wir Sie in Zukunft über aktuelle Trends im Personalmanagement informieren und innovative Professoren mit Forschungsschwerpunkt Personal im deutschsprachigen Raum vorstellen. Gleichzeitig möchten wir auf aktuelle Studien hinweisen und über interessante Fachtagungen sowie Preisverleihungen berichten. In dieser Ausgabe gehen wir auf die Bedeutung des Nachhaltigkeitsmanagements ein.
Professoren-Portrait und IOP-Fachtagung „Talentmanagement“ am 1. Sept. in Bern
Heute stellen wir Ihnen Professor Dr. Dr. h.c. mult. Norbert Thom von der Universität Bern vor, mit dem wir auf dem Gebiet der Personalentwicklung langfristig zusammenarbeiten. Gleichzeitig möchten wir Ihnen die Teilnahme an der IOP-Fachtagung mit Award-Verleihung „Bestes Trainee-Programm in der Schweiz“ empfehlen. Programm und Anmeldung unter www.excellence.unibe.ch
Key Note Speaker ist Dr. Reinhard K. Sprenger. Als Jury-Mitglied würde ich mich freuen, Sie oder eine/n Kollegin/en in Bern begrüßen zu können.
11 Topthemen des Personalmanagements nach Professor Thom
(ohne Rangfolge!)
- Talentmanagement
- Demographisches Personalmanagement, inklusive ältere Mitarbeiter
- Betriebliches Gesundheitsmanagement
- Neue Medien im Personalmanagement (E-HRM, E-Leadership)
- Interkulturelles und internationales Personalmanagement
- Erforderliche Kompetenzen (Qualifikationen) für Personalmanager, insbesondere für das oberste Personalleitungsteam
- Organisation der gesamten Personalarbeit (Zusammenspiel aller internen und externen Akteure des Personalmanagements)
- Vergütungssysteme für Führungskräfte und Spezialisten
- Beiträge des Personalmanagements zur Unternehmensethik
- Beiträge des Personalmanagements zum Unternehmenserfolg, inklusive Personalcontrolling
- Personalmanagement im öffentlichen Sektor
Nachhaltigkeitsmanagement
Nachhaltiges Management (Sustainability) wird immer mehr zu einem zentralen Prinzip der Unternehmens- und Personalführung im 21. Jahrhundert. Wirtschaftlicher Erfolg wird in allen Branchen in Zukunft nur durch nachhaltiges Wirtschaften möglich sein. Neben CO2- und anderen Umweltbilanzen erhöht sich der Stellenwert der sozialen Verantwortung gegenüber Mitarbeitern, Lieferanten und der Gesellschaft.
„Mein Sohn, sey mit Lust bey den Geschäften am Tage, aber mache nur solche, dass wir bey Nacht ruhig schlafen können“ sagte der legendäre Firmengründer Johann Buddenbrook (Thomas Mann).
DGFP Kongress in Wiesbaden am 04. und 05. Juni 2009
Auf dem diesjährigen Personalmanagement-Kongress wurde die Ausrichtung auf nachhaltige Unternehmens- und Personalführung von mehreren Referenten betont.
Professor Dr. Rainer Strack, BCG, präsentierte die aktuelle Studie 2009 der European Association for Personnel Management mit The Boston Consulting Group, die in 33 europäischen Ländern durchgeführt wurde.
War der demographische Wandel einschließlich Talentmanagement aus der Vorgängerstudie 2007 das wichtigste Thema für deutsche Personalmanager, nennt die aktuelle Studie 2009 zusätzlich „Employer Branding“, aber auch „Leadership“ und Sicherstellung des „Mitarbeiterengagements“ als wichtige Handlungsfelder.
Die Ausrichtung auf Nachhaltigkeit verlangt eine strategische Orientierung, sorgsames Risikomanagement und rechtzeitige Kenntnis unternehmensinterner und -externer Trends.
Die HR-Herausforderungen weltweit bis 2015 sind in einer weiteren BCG-Studie in Zusammenarbeit mit der World Federation of Personnel Associations (WFPMA) „Creating People Advantage“ nachzulesen. http://www.bcg.de/media/themendossiers/people_advantage.aspx
Ein aktuelles Meinungsbild zu wirtschafts- und personalpolitischen Fragen lieferte die TED-Befragung der Personalmanager. So waren 76 % der Kongressteilnehmer davon überzeugt, dass auch falsche Vergütungsanreize zur Finanzkrise beigetragen haben. Eine große Mehrheit (87 %) hielt es für richtig, ethische und moralische Gesichtspunkte in die Führungskräfteentwicklung zu integrieren. Managergehälter per Gesetz zu begrenzen, lehnten 81 % als „nicht sinnvoll“ ab.
Gutenberg-Fachtagung „Nachhaltigkeitsmanagement“ in Düsseldorf am 19. Juni 2009
Auf Einladung der WGZ-Bank diskutierten Wissenschaftler und Praktiker über Formen des Nachhaltigkeitsmanagements bei Großunternehmen. Ein Aspekt in der Diskussion war u.a. die Wirkung auf das Arbeitgeber-Image (Employer Branding). Best Practice Beispiele für strategisch verankertes Nachhaltigkeitsmanagement wurden von BASF und Volkswagen präsentiert. Bei BASF lautet eine der 4 strategischen Leitlinien: „Wir wirtschaften nachhaltig für eine lebenswerte Zukunft“. Das Einhalten der Grundwerte und Leitlinien ist darüber hinaus fester Bestandteil der jährlichen Zielvereinbarungen aller Oberen Führungskräfte der BASF Gruppe.
Ein Nachhaltigkeitsrat (Sustainability Council) unter Leitung von Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor Dr. Harald Schwager steuert die Ausrichtung der gesamten BASF-Gruppe am Leitbild der Nachhaltigkeit.
http://www.basf.com/nachhaltigkeit
Dr. Otto Schulz, A.T. Kearney, stellte die Wettbewerbsvorteile durch nachhaltiges Wirtschaften dar. Bei der Umsetzung einer Sustainability Strategie geht es darum, auf allen Stufen der Wertschöpfungskette Wertsteigerung mit ökologischen und sozialen Zielen zu verbinden. Auf dem 2. Deutschen Nachhaltigkeitstag in Berlin am 06.11.09 werden Preise in den Kategorien Unternehmen, Marken und Produkte verliehen.
Informationen über die Erich-Gutenberg-Arbeitsgemeinschaft Köln e.V. und die Fachtagung finden Sie unter: http://www.erich-gutenberg-arbeitsgemeinschaft.de.
HHL Leipzig Graduate School of Management
An der Handelshochschule Leipzig gibt es eine Dow-Forschungsprofessur für Nachhaltigkeit und globale Ethik. Der Theorie-Praxis-Diaglog zum Thema Unternehmensverantwortung steht im Mittelpunkt des von Herrn Professor Dr. A. Suchanek geleiteten Lehrstuhls. Aktuelle Forschungsschwerpunkte sind: Unternehmensverantwortung (Corporate Responsibility) in der Marktwirtschaft sowie Wertemanagement.
http://www.hhl.de/de/lehre-forschung/lehrstuehle/nachhaltigkeit-und-globale-ethik.
Auf Ihre Kommentare zum Trendletter freue ich mich!
Beste Grüße aus Köln
Joerg E. Staufenbiel
Der TRENDLETTER wird von der Joerg E. Staufenbiel Personalberatung BDU herausgegeben.

