Staufenbiel Trendletter Nr. 1

Lehrstuhl- und Professorenportrait

Professor Dr. Prof. h.c. Dr. h.c. mult. Norbert Thom

Lehrstuhl für Personal am Institut für Organisation und Personal (IOP)

Norbert Thom, Jahrgang 1946, studierte Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Universität zu Köln mit anschließender Promotion und Habilitation. Er wurde von Professor Erwin Grochla gefördert, dem ersten Organisations­professor im deutschsprachigen Raum. Thoms primäre Forschungsinteressen lagen damals im Bereich des Innovationsmanagements (Dissertation) und der Personalentwicklung (Habilitationsschrift). In dieser Zeit war er Beirats­mitglied der Staufenbiel Personalberatung BDU.

Nach einer Zwischenphase als Lehrstuhlvertreter an der Universität Gießen übersiedelte Professor Thom 1985 in die Schweiz, wo er an der Universität Fribourg das Seminar für Unternehmungsführung und Organisation gründete. Er lehrte in Fribourg auch in französischer Sprache. Im Jahre 1991 gründete Thom an der Universität Bern das Institut für Organisation und Personal (IOP) und blieb diesem – trotz weiterer Angebote – bis heute treu. 2012 wird Professor Thom emeritiert. 2002 erfolgte die Gründung des Kompetenzzentrums für Public Management (KPM), das in der Bundeshauptstadt Bern inzwischen zum strategischen Profilierungsgebiet herangereift ist.

Für seine wissenschaftlichen und fachlichen Leistungen erhielt Norbert Thom drei Ehrendoktorate (aus Vilnius, Linz und Halle-Wittenberg) und drei Ehrenmitgliedschaften in Fachgesellschaften (Gesellschaft für Organisation, Schweizerische Gesellschaft für Organisation und Management sowie Schweizerische Gesellschaft für Betriebswirtschaft) sowie eine Ehrenprofessor der Universität Babeş-Bolyai in Klausenburg (Rumänien).

Zusammen mit Joerg E. Staufenbiel veranstaltete Norbert Thom über 30 Kölner Personalkolloquien und war Juryvorsitzender der Staufenbiel Awards "In Search of Excellence". Norbert Thom hat 22 Fachbücher und über 300 Aufsätze in Fachzeitschriften und Sammelwerken veröffentlicht. Es gibt Übersetzungen einzelner Publikationen in 23 Sprachen. Nicht nur bei Studenten ist er aufgrund seiner Praxisorientierung und seines Humors sehr beliebt.

Das Institut für Organisation und Personal der Universität Bern (IOP) wurde 1991 von Professor Norbert Thom gegründet. An ihm wurden seitdem über 120 Personen beschäftigt. Seit 2006 hat es zwei Abteilungen für a) Personal und b) Organisation, die von ordentlichen Professoren geleitet werden. Seit September 2010 leitet Frau Professor Dr. Frauke Lammers die Abteilung Organisation. In der Lehre engagiert sich das IOP auf allen akademischen Stufen (Bachelor- und Masterausbildung, Doktoranden- und Habilitationsförderung sowie Nachdiplomstudien wie Executive Master-Weiterbildungen). In der Forschung liegen die aktuellen Interessensschwerpunkte der Abteilung Personal derzeit auf folgenden Fachgebieten:

  • Personalentwicklung, insbesondere durch Trainee-Programme
  • Hochschulmarketing, vor allem Gewinnung von Hochschulabsolventen
  • Betriebliches Gesundheitsmanagement
  • Personalmanager und Personalorganisation
  • Förderung älterer Mitarbeiter
  • Ideen- und Verbesserungsmanagement
  • Effektive und effiziente Organisationsformen.

IOP-Awards Excellence in HRM werden alle zwei Jahre zu den Themen "Bestes Trainee-Programm", "Ideen-Management" und "Best Electronic-Recruiting" verliehen.

Weitere Informationen: www.iop.unibe.ch.

Nachhaltigkeitsmanagement

Nachhaltiges Management (Sustainability) wird immer mehr zu einem zentralen Prinzip der Unternehmens- und Personalführung im 21. Jahrhundert. Wirtschaftlicher Erfolg wird in allen Branchen in Zukunft nur durch nachhaltiges Wirtschaften möglich sein. Neben CO2- und anderen Umweltbilanzen erhöht sich der Stellenwert der sozialen Verantwortung gegenüber Mitarbeitern, Lieferanten und der Gesellschaft.

"Mein Sohn, sey mit Lust bey den Geschäften am Tage, aber mache nur solche, dass wir bey Nacht ruhig schlafen können" sagte der legendäre Firmengründer Johann Buddenbrook (Thomas Mann).

DGFP Kongress in Wiesbaden am 04. und 05. Juni 2009

Auf dem diesjährigen Personalmanagement-Kongress wurde die Ausrichtung auf nachhaltige Unternehmens- und Personalführung von mehreren Referenten betont.

Professor Dr. Rainer Strack, BCG, präsentierte die aktuelle Studie 2009 der European Association for Personnel Management mit The Boston Consulting Group, die in 33 europäischen Ländern durchgeführt wurde.

http://www.bcg.com/impact_expertise/publications/files/
BCG_Creating_People_Advantage_in_Times_of_Crisis_March_2009.pdf

War der demographische Wandel einschließlich Talentmanagement aus der Vorgängerstudie 2007 das wichtigste Thema für deutsche Personalmanager, nennt die aktuelle Studie 2009 zusätzlich "Employer Branding", aber auch "Leadership" und Sicherstellung des "Mitarbeiterengagements" als wichtige Handlungsfelder.

Die Ausrichtung auf Nachhaltigkeit verlangt eine strategische Orientierung, sorgsames Risikomanagement und rechtzeitige Kenntnis unternehmensinterner und -externer Trends.

Die HR-Herausforderungen weltweit bis 2015 sind in einer weiteren BCG-Studie in Zusammenarbeit mit der World Federation of Personnel Associations (WFPMA) "Creating People Advantage" nachzulesen. http://www.bcg.de/media/themendossiers/people_advantage.aspx

Ein aktuelles Meinungsbild zu wirtschafts- und personalpolitischen Fragen lieferte die TED-Befragung der Personalmanager. So waren 76 % der Kongressteilnehmer davon überzeugt, dass auch falsche Vergütungsanreize zur Finanzkrise beigetragen haben. Eine große Mehrheit (87 %) hielt es für richtig, ethische und moralische Gesichtspunkte in die Führungskräfteentwicklung zu integrieren. Managergehälter per Gesetz zu begrenzen, lehnten 81 % als "nicht sinnvoll" ab.

Gutenberg-Fachtagung "Nachhaltigkeitsmanagement" in Düsseldorf am 19. Juni 2009

Auf Einladung der WGZ-Bank diskutierten Wissenschaftler und Praktiker über Formen des Nachhaltigkeitsmanagements bei Großunternehmen. Ein Aspekt in der Diskussion war u.a. die Wirkung auf das Arbeitgeber-Image (Employer Branding). Best Practice Beispiele für strategisch verankertes Nachhaltigkeitsmanagement wurden von BASF und Volkswagen präsentiert. Bei BASF lautet eine der 4 strategischen Leitlinien: "Wir wirtschaften nachhaltig für eine lebenswerte Zukunft". Das Einhalten der Grundwerte und Leitlinien ist darüber hinaus fester Bestandteil der jährlichen Zielvereinbarungen aller Oberen Führungskräfte der BASF Gruppe.

Ein Nachhaltigkeitsrat (Sustainability Council) unter Leitung von Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor Dr. Harald Schwager steuert die Ausrichtung der gesamten BASF-Gruppe am Leitbild der Nachhaltigkeit.

http://www.basf.com/nachhaltigkeit

Dr. Otto Schulz, A.T. Kearney, stellte die Wettbewerbsvorteile durch nachhaltiges Wirtschaften dar. Bei der Umsetzung einer Sustainability Strategie geht es darum, auf allen Stufen der Wertschöpfungskette Wertsteigerung mit ökologischen und sozialen Zielen zu verbinden. Auf dem 2. Deutschen Nachhaltigkeitstag in Berlin am 06.11.09 werden Preise in den Kategorien Unternehmen, Marken und Produkte verliehen.

Informationen über die Erich-Gutenberg-Arbeitsgemeinschaft Köln e.V. und die Fachtagung finden Sie unter: http://www.erich-gutenberg-arbeitsgemeinschaft.de.

HHL Leipzig Graduate School of Management

An der Handelshochschule Leipzig gibt es eine Dow-Forschungsprofessur für Nachhaltigkeit und globale Ethik. Der Theorie-Praxis-Diaglog zum Thema Unternehmensverantwortung steht im Mittelpunkt des von Herrn Professor Dr. A. Suchanek geleiteten Lehrstuhls. Aktuelle Forschungsschwerpunkte sind: Unternehmensverantwortung (Corporate Responsibility) in der Marktwirtschaft sowie Wertemanagement.

http://www.hhl.de/de/lehre-forschung/lehrstuehle/nachhaltigkeit-und-globale-ethik.

Auf Ihre Kommentare zum Trendletter freue ich mich!

Beste Grüße aus Köln

Joerg E. Staufenbiel

Der TRENDLETTER wird von der Joerg E. Staufenbiel Personalberatung BDU herausgegeben.

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